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Rosa Rigosa, wie ich sie im Zaum halte

Viele finden sie zauberhaft und sehen sie als einen festen Bestandteil der Sylter Kultur. Zugegeben, sie gibt ihren Duft zur wilden Mischung aus Meeresbrise und dem Duft der blühenden Heide hinzu und wir allen lieben das. Auf dem Grundstück müssen wir sie jedoch  sehr im Zaum halten, sonst kommen wir in Teufel’s Küche.

Rosa rugosa, die Apfelrose, auch Kartoffelrose oder Dünenrose oder Sylter Rose genannt, ist ein stark duftender, sehr stacheliger, blühender Strauch und beliebte Heckenrose. Ihren Namen verdankt sie unter anderem ihren kartoffelähnlichen, ledrigen Blättern. Ihre zahlreichen rosa oder weißen (Rosa rugosa Alba) Blüten veredeln ihren Garten vor allem im Frühsommer und ziehen aufgrund ihres Duftes viele Bienen an. Im September reifen die Blüten zu großen, roten, essbaren Hagebutten. Die Blätter der Apfelrose erhalten dann eine gelbe Herbstfärbung.

Die Apfelrose ist im Gegensatz zu vielen anderen Rosen pilzresistent, dabei frosthart und gedeiht auf mageren, sandigen und trockenen Böden. Sie wächst bis 1,5 m hoch und eignet sich ideal für undurchdringliche Wallhecke in sonnigen Lagen. Sie verträgt zudem starken Wind und salzige Luft. Diese Eigenschaften waren auch der Grund, weshalb sie im 3. Reich auf dem Eiland eingeführt und verbreitet wurde. Sie sollte militärische Einrichtungen im Nu überwuchern und so für Aufklärer unsichtbar machen. In der Naturheilkunde wird die Hagebutte geschätzt wegen ihres hohen Anteils an Vitamin C. Man kann sie als Tee, Marmelade oder Mus geniessen.

Ihr Ausbreitungsdrang kann durch Abstechen der Ausläufer mit einem Spaten und durch rigoroses Schneiden unterbunden werden. Und ich bin gerade dabei.

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